Die FN-Plakette in Gold für Steffen Jahn

„Kontinuität und Passion – Ein Gestüt in Thüringen schreibt DSP-Geschichte“ war ein besonderer Programmpunkt der abendlichen Gala der DSP-Hengsttage in der Münchner Olympia-Reithalle überschrienen: Aus den Händen von Carsten Grill, Erster Vorsitzender des DSP und Vorsitzender des Vorstands Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), erhielt Steffen Jahn vom Gestüt Elstertal im thüringischen Wolfersdorf die FN-Plakette in Gold.

Damit wurde eine Erfolgsgeschichte honoriert, die ihresgleichen sucht: Am 1. Oktober 1990 gründeten Steffen Jahn und seine Frau Romy Pöhler das Gestüt. 34 Jahre später sind 330 selbstgezogene Fohlen registriert. Wo bis 1998 Haflinger gezüchtet wurden, ist der Fokus längst auf das Deutsche Sportpferd gerichtet. Zwölf gekörte Hengste stehen mittlerweile in der beeindruckenden züchterischen Bilanz, darunter der einst in Sachsens Landgestüt Moritzburg stationierte Santo Domingo, eines der Aushängeschilder von Gestüt Elstertal. 21 Staatsprämienstuten und 87 im Turniersport registrierte Pferde – viele von ihnen bis in die höchsten Klassen erfolgreich – brachte das Gestüt bisher hervor. Zu den bekanntesten gehört DSP Pathétique, eine Tochter des DSP-Elitehengstes Quaterback, die mit Olympiareiterin Dorothee Schneider im großen Viereck zahlreiche internationale Siege feierte. Pathétiques Urgroßmutter Paloma ist die Stammstute des Gestüts. Mit ihr ist eine besondere Geschichte verbunden, denn diese Stute aus der berühmten Neustädter P-Familie wurde 1995 von Steffen Jahn gegen eine Haflingerstute eingetauscht – zweifellos ein Glücksgriff. Auch in jüngster Zeit machen Pferde aus dem Gestüt Elstertal Furore. So zum Beispiel der Hengst DSP Vangelis, 2024 DSP-Champion der sechsjährigen Dressurpferde und im vergangenen Jahr bereits Sieger in der schweren Klasse. Oder Primavera, die unter der Dänin Zascha Nygaard Lill in Springen bis Fünf-Sterne-Niveau Erfolge feiert. – Nur zwei von vielen möglichen Beispielen.

Man hörte es am tosenden Applaus: In der ausverkauften Halle der Olympia-Reitanlage war niemand, der Steffen Jahn diese besondere Auszeichnung nicht gegönnt hätte. Wie heißt es so schön? Ehre, wem Ehre gebührt.           mic