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26. September 2018

Tryon: Vier Weltmeistertitel für das Stutbuch DSP!


Absolutes Highlight war der krönende Abschluss der Weltreiterspiele im Springreiten: DSP Alice und Simone Blum holen sich den Weltmeistertitel im Einzelspringen! Mit fünf Nullrunden, souveräner geht es nicht, deklassierten DSP Alice und Simone Blum die Konkurrenz beim Weltchampionat und eroberten die Herzen, Respekt und Anerkennung der ganzen Reiterwelt. Eine Werbung für den Springsport sonders gleichen und ein Dreamteam, wie es schöner nicht zu kreieren ist für die Süddeutschen Pferdezuchtverbände, die seit 2014 gemeinsam die Rasse Deutsches Sportpferd DSP züchten: DSP Alice, stammt vom Neustädter Landbeschäler Askari ab. Ihr Züchter, Ralf Mewes kommt aus Bismark in Sachsen-Anhalt und ihre Reiterin Simone Blum aus Zolling nahe bei München. Entdeckt hat Hans-Günter Goskowitz die siebenjährige Fuchsstute Alice. Der Lebensgefährte von Simone Blum hat einen großen Anteil an diesem grandiosen Erfolg, denn es gibt einfachere Pferde als die Mango fressende DSP Alice. „Es waren vier arbeitsreiche Jahre mit Alice seit sie in unseren Stall gekommen ist. Aber diese Woche konnte ich das riesengroße Talent von ihr zu 100 Prozent abrufen!“ berichtet die frisch gebackene Weltmeisterin in der Pressekonferenz und strahlt. Ein anderer strahlte genauso: Ralf Mewes. Der Züchter von DSP Alice war über das WM-Wochenende mit einem Fohlen bei der DSP-Fohlenauktion in Darmstadt-Kranichstein am Start. Und bereits die Mannschafts-Bronzemedaille für Deutschland wurde in Darmstadt kräftig mit seinen Züchterkollegen aus der Altmark gefeiert.  In der Auktion am Samstagabend freute sich der ruhige und bescheidene Züchter über die Gratulation durch SPV-Geschäftsführer Roland Metz und die Standing Ovations der Auktionsbesucher für sein Meisterwerk DSP Alice!



Mit einer Mannschafts-Goldmedaille kehrten zwei DSP-Pferde aus Tryon nach Hause: Zum einen die zehnjährige Cristalline. Die Tochter des Cristallo I aus einer Mutter von Caretello B gelangte über die Hengststation Holzeder in den internationalen Springsport. Nach ihrem sensationellen Auftritt unter Chris Chugg im Weltcup-Finale 2016 wechselte die Stute in die USA. Mit Adrienne Sternlicht präsentierte sich Cristalline top in Form bei den Weltreiterspielen und holte die Mannschafts-Goldmedaille mit dem US-amerikanischen Team. Auch den Einzug in das Finale der 12 besten Einzelreiter schaffte das Paar und belegte hier Platz 11. Züchter der bayerischen Stute ist Manfred Engelhardt.



Die zweite Goldmedaille holten sich am ersten Wochenende Sammy Davis JR und Dorothee Schneider mit dem deutschen Dressurteam. Der schicke dunkelbraune Wallach von San Remo/Wenckstern aus der Zucht von Hans Volkert steigerte sich von Prüfung zu Prüfung in Tryon. Mit dem Deutschen Team holten Sammy Davis JR und Dorothee Schneider den Mannschaftsweltmeistertitel und schafften in der Einzelwertung im Grand-Prix-Spezial mit Platz elf den Einzug in das Kür-Finale. Leider hat dieses der Veranstalter aufgrund des Wirbelsturmes Florence abgesagt.



Auch die Weltmeisterin im Einzelvoltigieren, Kristina Boe aus Hamburg und ihr Longenführer Winnie Schlüter, setzen bei ihrem vierbeinigen Partner auf ein Deutsches Sportpferd: Der 17jährige Don de la Mar von Dionysos/Kolibri krönte die bisherige Laufbahn des Paares mit der Goldmedaille im Einzelvoltigieren bei der Weltmeisterschaft in Tryon. Auch beim erstmals im Rahmen der Weltmeisterschaft ausgetragenen Nationenpreis der Voltigierer, zählten Kristina Boe, Winnie Schlüter und Don de la Mar zum siegreichen deutschen Team! Züchter des Braunen ist Heinz Zander aus Bindfelde. Drei weitere Voltigierpferde auf der Weltmeisterschaft stammten darüber hinaus aus DSP-Züchterställen.



In der Vielseitigkeit startete Billy the Red, ein Württemberger von Balou du Rouet/Stan the Man xx, mit Tina Cook für Großbritannien in der Einzelwertung. Mit einer sehr guten Dressur, einer hervorragenden Runde im Cross und einer fehlerfreien Runde im Springen kämpfte sich der Fuchswallach aus der Zucht von Dr. Michaela Weber-Herrmann von Platz 23 auf Platz 9 und gesellte sich zu den Top-Ten der weltbesten Vielseitigkeitspferde! Pech hatte Michael Jung: Seine Deutsche Sportpferde Stute FischerRocana FST verletzte sich kurz vor der Abreise nach Tryon – Schade, das Paar zählte zu den Medaillenfavoriten in der Vielseitigkeit. -hbm-